Waldwirtschaft und Windräder vertragen sich nicht
Die Situation für den Wald ist schlecht, Und dies nicht nur wegen steigender Temperaturen, Folgen von Trockenstress oder Borkenkäfern. Verbesserung sind leider nicht zu erwarten. Wir müssen vielmehr davon ausgehen, dass sich schon im nächsten Jahr mit Arbeiten zum Windradbau zusätzlich weitere Belastungen ergeben.
Mit Ausbau des „Hühnerpfads“ entsteht eine neue bleibende Verkehrsader, die parallel zu der Landesstraße nach Wehrheim und der Waldbahn zum Munitionsdepot den Wald ein weiteres Mal zusätzlich zerschneidet. Beim Wegeausbau für den Transport langer und tonnenschwerer Flügel der Windräder werden nicht nur Bäume gefällt. Auch mögliche sonstige Durchfahrverbote werden sicher nicht nur Mountain-Biker nicht abhalten, die Strecke viel intensiver zu nutzen.
Der beträchtliche Verkehr wird Lebensraum für Wild weiter einschränken und Stress für Rotwild wird auch stärkeren Verbiss an Bäumen bedeuten. Mit anfallendem Aushub von Waldboden bei dem Vorbereiten der Fundamente für Windräder sollen bisherige Mulden auf dem hügeligen Hühnerpfad aufgefüllt werden. Höhere Fließgeschwindigkeit von Wasser bei Starkregen auf stark verdichteter und teils asphaltierter Straßendecke ist weitere unerwünschte Folge. Das Umgestalten des „Natur- und Erholungsgebiets“ in ein Industriegebiet hat gravierende Folgen für Menschen und den Wald mit seiner Pflanzen- und Tierwelt.